Am vergangenen Sonntag, den 22. September, fand das Abpaddeln des Bezirks Untermain statt, bei dem natürlich auch der Kanu Club Kelsterbach nicht fehlen durfte. Am Sonntagmorgen machten sich sieben Kanuten mit zwei Fahrern auf den Weg nach Bingen, wo um 11 Uhr an der Binger Schiffswerft der Treffpunkt für den gemeinsamen Start vereinbart war. An der Einfahrt in das Obere Mittelrheintal bei Bingen wurden die Paddler von strahlendem Sonnenschein begrüßt. Mit Blick auf die Abtei St. Hildegard und das Niederwalddenkmal am anderen Rheinufer wurden pünktlich die Boote zu Wasser gelassen und gemeinsam mit vielen anderen Einer- und Zweierbooten aus dem Bezirk Untermain warteten die Kelsterbacher Kanuten, verteilt auf einen Canadier und ein Wanderboot, gespannt auf den Start. Dieser ließ jedoch noch auf sich warten, da die Bahn den Planern einen Strich durch die Rechnung machte und die vorausgeeilten Fahrer, die die Autos der anderen Bezirksvereine bereits an den Aussatzort gebracht hatten, erst mit Verspätung ankamen.

Nachdem endlich der Startschuss gefallen war, ging es für rund dreißig Einer und Zweier sowie zwei Canadier vorbei an Bingen und durch das „Binger Loch“ in das Obere Mittelrheintal. Auch wenn der Pegelstand des Rheins etwas zu niedrig war, tat das den idealen Bedingungen für die Fahrt keinen Abbruch. Alle konnten die Fahrt durch das UNESCO-Welterbe genießen und neben dem Paddeln blieb noch genügend Zeit, den Blick über die Ufer schweifen zu lassen. Dort gab es mit den vielen Burgen und Burgruinen und den bekannten Städten wie Assmannshausen, Lorch oder Kaub einiges zu entdecken. Dabei wurde jedoch nie der Fluss außer Acht gelassen, denn der Rhein darf in diesem Bereich wegen des starken Schiffsverkehrs, den vielen Inseln und Sandbänke und nicht zu Letzt der starken Strömung auf keinen Fall unterschätzt werden.

Auf dem Kauber Werth wurde eine kurze Pause eingelegt, bevor es auf die Schlussetappe vorbei an der Loreley nach St. Goar ging. Doch auch die Loreley konnte die Kanuten nicht verzaubern und weiterhin wurden alle Hindernisse souverän umschifft. Zwischen St. Goar und St. Goarshausen hindurch ging es zum Hafen des Yachtclubs St. Goar, wo gegenüber der Burg Maus nach knapp 30 Kilometern auf dem Fluss der Ausstieg erreicht wurde. Erschöpft, aber zufrieden mit der erfolgreichen Fahrt, machten sich die Kanuten nach knapp fünf Stunden auf dem Wasser wieder auf den Heimweg. Wer jetzt jedoch denkt das offizielle Saisonende würde auch bedeuten, dass in Kelsterbach die Boote eingemottet werden und man auf den nächsten Frühling wartet, den müssen die Mitglieder des Kanu Clubs leider enttäuschen, denn bereits nächste Woche steht noch eine Trainingsfahrt ins französische Huningue an, und auch das regelmäßige Training auf dem Main wird weiterhin stattfinden, solange das Wetter es zulässt und die Sonne nicht zu früh untergeht.